Berichte


Plakat Fotos von Rolf Fieber, Klaus Müller und Frank Mrosack:


                      




                                          




                                        



                                        



                                        



                                      



                                        



                                        






SZ 11.05.2015

Lifestyle für Garten, Haus und Hof

Landpartie am Wochenende im Schlosspark: 65 Aussteller boten Edles, Schönes und Praktisches. 6 000 Besucher kamen.

Von Carmen Schumann

Fotos: Carmen Schumann
Hans-Werner Dingel von den Koopmann-Baumschulen Pinneberg bei Hamburg verkaufte in Gaußig unter anderem diese Rhododendren. Hauptprodukt seiner Firma sind allerdings Kletterrosen. Pinneberg ist das größte Rosenzuchtgebiet Europas.
Im Schlosspark von Gaußig blühen schon die Rhododendren. Vorerst allerdings eher die hellen. Die dunklen kommen erst später. Wer sich aber einen dunkelrot blühenden Rhododendren-Busch für den Garten kaufen möchte, ist bei Hans-Werner Dingel an der richtigen Adresse. Der Mitarbeiter der Baumschule Koopmann aus Pinneberg bei Hamburg verkaufte bei der Landpartie am Wochenende welche. Doch das Hauptprodukt seiner Firma sind die Rosen, speziell die Kletterrosen, die bis zu drei Meter hoch werden können. "Die Gegend um Pinneberg gilt als das größte Rosenzuchtgebiet Europas", sagt der Gärtner mit dem Strohhut.
Barbara Tempel aus Neukirch Hufeisen von glücklichen Pferden
Barbara Tempel aus Neukirch bekam einen Stand direkt vor einem Rhododendren-Busch zugewiesen. Der harmoniert wunderbar mit den Ketten, die die Schmuckgestalterin verkauft. Barbara Tempel verwendet dazu Glasperlen, die sie direkt vom Hersteller aus Jablonec in Nordböhmen bezieht. Ihre Nachbarin ist Katja Binz aus der Nähe von Bamberg. Sie vertreibt allerlei Gartenzubehör. Erst beim näheren Hinsehen erkennt man, dass alle Teile aus Hufeisen gefertigt sind. "Von glücklichen Pferden", wie die junge Frau augenzwinkernd bemerkt.
Aus Metall sind auch die Figuren, die Georg Raschke aus Coburg anbietet. Der gebürtige Neuruppiner nennt sich "Eisenhans". Er verarbeitet rostiges Eisen zu fantastischen Kunstwerken, wie zum Beispiel einem Doppelgesicht. Katrin Pieruschka und Egbert Ermer haben es dagegen mehr mit dem Holz. Sie kommen von der Firma Holzverarbeitung Müglitztal aus Burkhardswalde bei Pirna. Für die Gartenmöbel, die dort hergestellt werden, kommt Fichten- und Buchenholz aus heimischen Wäldern zum Einsatz. Verwendet werden Baumkanthölzer, wodurch die Gartenbänke und -tische sehr stabil sind. Spezialität der Firma sind die originellen und bequemen Indianerstühle.

       



SZ 29.4.2014

Landpartie übertrifft alle Erwartungen

Von Madeleine Siegl-Mickisch

Die Gaußiger Landpartie am Wochenende war rundum gelungen. So schätzt Veranstalter André König aus Suhl seine Premiere in Gaußig ein. Auf rund 5000 Besucher hatte er gehofft, knapp 10000 strömten schließlich an den drei Tagen in den Schlosspark. "Wir hatten ein Riesenglück mit dem Wetter, und auch unsere weitreichende Werbung hat sich bezahlt gemacht." So seien auch Besucher aus Zittau, Görlitz und Dresden gekommen.
  
  
Fotos: Klaus Müller

Nach zwei Landpartien in Regie der Schlossbesitzer organisierte diesmal André König mit seiner Veranstaltungsagentur die Ausstellung für Haus, Hof und Garten in Gaußig. Auch die rund 60 Händler seien mit der Resonanz sehr zufrieden gewesen, und das Rahmenprogramm aus Musik und Führungen durch Schloss und Park sei gut angekommen. Feuerwehr und Heimatverein trugen mit Parkplatz-Einweisung und gastronomischer Versorgung zum Gelingen der Veranstaltung bei.
So hat König den Termin für nächstes Jahr bereits fest eingeplant: Vom 8. bis 10. Mai wird es wieder eine Gaußiger Landpartie geben. "Wir werden unser Konzept beibehalten, aber auch etwas Neues anbieten", sagt König. So werden die Gäste 2015 wahrscheinlich Bogenschießen ausprobieren können. Wer als Aussteller dabei sein will, kann sich bereits anmelden. (SZ/MSM)


SZ 16.9.2013

Auf Erkundungstour durch Gaußig

Von Madeleine Siegl-Mickisch

 

Foto: SZ/Uwe Soeder
Freude bei Gert Lehmann (l.) und Rudolf Erler vom Gaußiger Heimatverein: Die Beschilderung des Rundweges, der zu interessanten Gaußiger Gebäuden führt, ist fast fertig. Ausgangspunkt für den etwa einstündigen Spaziergang ist vorm Schloss.

Hier stehen sie in geballter Form - Zeugnisse der Gaußiger Geschichte. Schloss mit Park und Gut, Kirche und Pfarrhaus machen das Ortszentrum unverwechselbar. Neuerdings bekommt der Besucher hier auch Informationen zu den einzelnen Gebäuden. Denn in den letzten Wochen hat der Heimatverein des Ortes metallene Tafeln aufgestellt, die über wichtige Gebäude informieren. Sie sollen einen Rundweg bilden, der mitten im Ort beginnt.
"Wir hatten so etwas mal bei einer unserer Wanderungen in der Sächsischen Schweiz gesehen", sagt Vereinsvorsitzender Gert Lehmann. "Da durch Schloss, Park und den Ferienhof Gut Sommereichen ja viele Gäste in den Ort kommen, haben wir uns gedacht, so etwas könnten wir auch machen." Ausgehend von Schloss und Kirche als Mittelpunkt des Ortes wurde überlegt, welche interessanten Gebäude es noch gibt. Natürlich Schule und Kantorat. Aber auch einige, denen man heute nicht mehr ansieht, welchem Zweck sie einst dienten. Etwa das Gräfliche Rentamt gegenüber der Schloss-Gärtnerei, in dem einst der Gutsverwalter wohnte und arbeitete und das später Gemeindeverwaltung, Sparkasse und Schwesternstation beherbergte. Oder das "Schneider-Haus" an der Ecke Medewitzer Straße, in dem es lange Zeit eine Gaststätte und verschiedene Geschäfte gab. Und wer weiß schon noch, dass an der Medewitzer Straße einst das Gasthaus "Zum Sächsischen Artillerie-Trompeter" zur Einkehr einlud?


22 Objekte wurden für den Rundweg ausgewählt. "Wir hätten noch mehr aufnehmen können", sagt Rudolf Erler vom Vereinsvorstand, "aber der Rundgang sollte ja nicht allzu lang werden." So beschränkt er sich im Wesentlichen auf den Ortskern. Erler hat die Fakten zu den Gebäuden aus der Ortschronik herausgesucht. Zu einigen hatte auch Gert Lehmann, der lange Zeit Lehrer in Gaußig war, bereits vor zwei Jahren zusammen mit Schülern in einer Arbeitsgemeinschaft Angaben gesammelt. So lange verfolgt der Verein bereits die Idee zu dem Rundweg.
Nicht nur die Gebäude-Auswahl und das Sammeln der Fakten nahmen Zeit in Anspruch, ebenso die Suche nach der passenden Ausführung. Emaille-Schilder waren im Gespräch, "aber die hätten wir nicht bezahlen können", so Gert Lehmann. Denn der Verein hat bisher alles selbst finanziert. Durch einen ehemaligen Schüler, der mit seinem Unternehmen in Bischofswerda verschiedene Materialien bedruckt und graviert, kam Lehmann dann auf die Variante Edelstahl. "Das sieht gut aus, ist kratzfest und witterungsbeständig", nennt er die Vorteile. Und dank Vereinsmitglied Christian Krujatz, der die Säulen anfertigte, fand sich auch fürs Aufstellen eine gute Lösung. Aber vorher wurde mit jedem Grundstücksbesitzer gesprochen, ob er mit solch einem Schild einverstanden ist. "Die meisten sind schon ein bisschen stolz, dass ihr Haus auf diese Weise eine Würdigung erfährt", erzählt Rudolf Erler.
Inzwischen sind fast alle Schilder angebracht, die restlichen folgen in den nächsten Tagen. Offiziell eingeweiht wird der Rundweg am 31. Oktober. Dann öffnet der Heimatverein auch wieder seinen Ausstellungsraum im ehemaligen Gemeindeamt an der Rieglitz. Das Haus, in dem heute noch Friseur und Kosmetik untergebracht sind, wurde erst in den 1990er Jahren fertiggestellt und ist damit das jüngste Gebäude auf dem Rundweg. Für den ist auch ein Faltblatt in Arbeit, anhand dessen sich Spaziergänger orientieren können und auf dem sie noch mehr Fakten als auf den Schildern finden. "Wir überlegen noch, wo wir die Blätter auslegen", sagt Rudolf Erler. Bis Jahresende sollen sie fertig sein.
An Ideen für neue Aktionen mangelt es dem Verein nicht. So ist laut Lehmann eine Ausstellung zur Landwirtschaft denkbar. Jetzt bekommt aber eine über den Gaußiger Sport den letzten Schliff. Im Oktober wird sie zum 20-jährigen Bestehen der Turnhalle zu sehen sein. Und bald sind Ideen fürs 775-jährige Ortsjubiläum zu sammeln, das 2016 ansteht.

 

 


SZ 6.4.2013

Ehemaliger DDR-Nationaltrainer berichtete über seine Arbeit

Mehr als 60 Besucher waren gekommen, um dem aus Schlungwitz stammenden Fußballtrainer Bernd Stange zuzuhören, als dieser über seinen Werdegang und seine Arbeit in der DDR sowie in verschiedensten Ländern der Welt berichtete. Untermalt wurde sein Vortrag durch sehr beeindruckende Filmausschnitte aus dem Irak und aus Weißrussland. Was die wenigsten wissen, Herr Stange wurde von der FIFA mit der höchsten Auszeichnung, dem FIFA Presidential Award 2003, für seine Tätigkeit im Irak ausgezeichnet. Interessant waren auch seine Ausführungen über die Arbeit beim FC Carl Zeiss Jena. Viel zu schnell vergingen die anderthalb Stunden über interessante Einzelheiten seiner Arbeit in Leipzig und bei Hertha Berlin. Mit Interesse werden wir seine nächste Trainertätigkeit verfolgen, die sich in den nächsten Tagen entscheiden soll.

Gert Lehmann, Gaußig